Internet Subjektiv

12.2017 - Anfang 2017 kam der Fotograf Philipp Klak mit einer Idee für ein neues Projekt auf ALPA zu. Das Projekt sollte dem Betrachter einen Einblick in die Daten Center der grossen Kommunikations Firmen ermöglichen. Räume die wir nie betreten, aber welche von unseren Daten wohl fast täglich passiert werden. ALPA unterstützte das Projekt mit technischer Beratun und einem Leihequipment. Ein halbes Jahr später ist das Projekt abgeschlossen und die Arbeit wurde bereits in einer Ausstellung gezeigt. Wir freuen uns, die Bilder nun auch auf unserer Website präsentieren zu können.

In seinen eigenen Worten beschreibt der Künstler das Projekt als "eine subjektive Betrachtung eines Orts, an dem alltägliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Prozesse stattfinden." Eingebettet an einem realen Ort, stellten Rechenzentren eine Parallelwelt mit menschenleeren, unwirklichen und virtuellen Räumen dar. "Obwohl die Arbeit in verschiedenen Rechenzentren entstanden ist, ergab sich über die immer gleich bleibende stereotype Umgebung eine ganz persönliche Wahrnehmung einer Entfesselung der Zeit und der räumlichen Außenwelt. Nach Betreten des künstlich geschaffenen Raums der Installation ist ein Nach-Außen-Schauen auch nicht mehr möglich."


Ausstellungsansicht. © Philipp Klak

Die homogene Stereotypie, die in Rechenzentren zu finden ist, wird in der Arbeit durch Ausblendung der realen Verhältnisse mit schwarzer Umgebung erzielt. In der Realität dominieren normalerweise Weiß, Grau und Neonröhren den Raum. Die eigentlich grelle Neon-Atmosphäre wird in der Installation als „Negativabbild“ der Realität ins Schwarze verkehrt.

Ziel der Arbeit ist es laut Klak, die Wahrnehmung dieser unzugänglichen „Nicht-Orte“ und deren Hauptbestandteile in einer subjektiven Darstellung zu fokussieren, sowohl visuell als auch auditiv zu reflektieren und in einem neuen Raum nach außen zu transportieren.

"Die Arbeit wurde wie erwähnt in mehreren Rechenzentren fotografiert - darunter verschiedenste Unternehmen im Bereich Telekommunikation, Wirtschaft und Wissenschaft. Es werden bewusst keine Rückschlüsse auf die Standorte oder die Aufgaben der jeweiligen Hardware gegeben. Die Idee dahinter ist die Homogenität und generelle Stereotypie der unterschiedlichen Rechenzentren im harten Kontrast der vielfältigen Einsatzgebiete aufzugreifen."


Philipp Klak arbeitete mit einer ALPA 12 STC. © Philipp Klak

Das ALPA-Setup von Philipp Klak für dieses Projekt basierte auf der ALPA 12 STC, dem Digitalrückteil Phase One IQ180 und den Objektiven Rodenstock / ALPA HR Alpagon 4.0/50 mm, SB34 sowie Rodenstock / ALPA HR Alpagon 5.6/23 mm, LB.

Links
Website Philipp Klak
Philipp Klak auf Instagram
ALPA 12 STC





© Philipp Klak


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