Einführung des ALPA Objektiv-Moduls für historische Alpa 35 mm-Objektive

11.2017 - ALPA Capaul & Weber AG denkt auch an die Besitzer historischer Alpa-Kleinbildobjektive und bietet ihnen mit dem ALPA Objektiv-Module für Alpa 35mm-Objektive jetzt auch die Möglichkeit, diese Objektive an einer aktuellen ALPA-Kamera mit Digitalrückteil einzusetzen. Viele dieser Objektive weisen einen besonderen, eigenen Abbildungscharakter auf und warten darauf wiederentdeckt zu werden.

Das Kern-Macro-Switar ist das wohl bekannteste Objektiv, das es zur analogen Alpa-Kleinbildkamera der Firma Pignons S.A. in Ballaigues gab. Das Objektiv zählt zu den wenigen, welche exklusiv nur für das Unternehmen Pignons produziert wurden und aufgrund des geringen Auflagemasses der historischen Alpa-Kameras nicht an andere Kameras adaptiert werden konnten. ALPA Capaul & Weber AG holt die historischen Objektive mit dem berühmten Namen jetzt aus den Sammlerregalen wieder in die praktische Fotografie zurück.

Mit dem ALPA Objektiv-Modul für Alpa 35 mm-Objektive bietet ALPA Capaul & Weber AG jetzt seit 1990 die erste Möglichkeit, das Kern-Macro-Switar sowohl in der Version mit der Lichtstärke 1,8 sowie in der späteren Ausführung mit Lichtstärke 1,9 wieder an einer aktuellen Kamera zu nutzen. Diese Möglichkeit gibt es natürlich auch für alle anderen Objektive, die zwischen 1944 und 1990 für die Alpa-Kleinbildkameras hergestellt wurden. Aufgrund des kurzen Auflagemasses von nur 37,8 mm konnten zahlreiche bestehenden Optiken für die Alpa-Kameras angepasst werden. Darunter waren Objektive von Schneider-Kreuznach, dem holländischen Optikhersteller Old Delft, P. Angénieux aus Saint-Héand bei Saint-Etienne, dem damals in München angesiedelten Enna Werk, den erst in Vaduz und dann in München arbeitenden Firmen von Heinz Kilfitt und deren Nachfolger Zoomar. Dazu kamen Kinoptik und SOM Berthiot, A. Schacht in Ulm sowie die Firma Spectros in Basel, welche möglicherweise Glas von Old Delft mit den passenden Fassungen versehen hat. Auch die heutige ALPA Capaul & Weber AG in Zürich bietet für ihre ALPA 12-Modelle Objektiv führender Optikhersteller sowie Adaptionsmöglichkeiten für Hasselblad-, Contax 645- oder Rolleiflex 6000-Objektive an.

Da die Alpa-Kleinbildkameras mit einem Schlitzverschluss im Gehäuse ausgestattet waren, ist in diesen Objektiven kein eigener Verschluss vorhanden. Als Verschluss kommt bei den aktuellen ALPA 12-Kameras der Electronic Shutter des jeweiligen Digitalrückteils zum Einsatz. Heute lässt sich dieser mit den Rückteilen Phase One IQ3 100 und in einem gewissen Ausmass auch mit dem Hasselblad H6D-100c sowie dem Sinar 30|45 nutzen. Es ist damit zu rechnen, dass künftig alle neuen Digitalrückteile mit einem Electronic Shutter ausgestattet sein werden.

In Verbindung mit dem ALPA Objektiv-Modul für Alpa 35 mm-Objektive lassen sich die Alpa-Kleinbildobejektive an allen konventionellen ALPA 12-Bodies bis unendlich fokussieren. Das ALPA Objektiv-Modul für Alpa 35 mm-Objektive lässt sich auch mit dem ALPA 12 FPS und einem Balgengerät kombinieren, dann jedoch nur im Nahbereich.

Schweizer Optik Switar
Die traditionelle Schweizer Objektiv-Marke Switar, die 2004 von ALPA Capaul & Weber AG neu angemeldet wurde, hat ALPA in den letzten Jahren für Mittel-/Grossformatobjektive verwendet. In der analogen Vergangenheit kamen sie nicht nur bei den analogen ALPA-Kleinbildkameras von Pignons zum Einsatz. Es gab unter dem Namen Kern-Paillard auch mehrere Switar-Objektive für die Cine-Kameras von Bolex. Mit dem Zusammenwachsen von Standbildfotografie und Cine/Video öffnen sich hier neue Perspektiven.


Links
ALPA Objektiv-Modul für historische Alpa 35






ALPA 12 TC, Kinoptik Apochromat 2.0/100 mm for Alpa, Phase One IQ3 digital back - ©ALPA



ALPA 12 TC, Kilfitt 2.8/4 cm for Alpa, Sinar S30|45 digital back - ©ALPA



ALPA 12 TC, Kern Aarau Macro-Switar 1.9/50 mm for Alpa, Hasselblad H6D-100c digital back - ©ALPA



ALPA 12 TC, Old Delft 3.2/135 mm for Alpa, Phase One IQ3 digital back - ©ALPA

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