ALPA Spotlight: Burk Uzzle

10.2018 - Burk Uzzle, Fotograf - Wir bei ALPA sind seit langem von der Arbeit von Burk Uzzle fasziniert. Einerseits ist es sein beeindruckendes Werk, das er in den letzten 66 Jahren gesammelt hat, seit er Anfang der 1950er Jahre seine erste Kamera bekam. Andererseits sein Gespür für die Themen, an denen er arbeitet. In einer Zeit, in der viele Menschen Angst vor den sozialen Veränderungen um sie herum haben, wagt sich Burk an die Geschichten, die diese Menschen hören müssen.
 
Vielleicht gibt es einige Leser, die den Namen Burk Uzzle noch nie gehört haben, aber bestimmt kennen Sie einige seiner Fotos. Wie sein Freund Henri Cartier Bresson, erlebt Burk Uzzle viele historische Momente des 20. Jahrhunderts und dokumentiert sie mit der Kamera.
 

Barn Wall with Lava ©Burk Uzzle
 
Burk Uzzles Karriere ist, wie seine Bilder, eine nuancierte Komposition. Sie verbindet die amerikanische Kultur, individuelle Psychen an bestimmten Orten oder Menschen und eine atypische Art, sich selbst, unsere Werte und unsere Gemeinschaft zu sehen. Immer respektvoll und doch das Schärfste oder Eigenartige findend, gehören seine Erzählungen uns allen. Ursprünglich in der Dokumentarfotografie tätig – im Alter von 23 Jahren wurde er als jüngster Fotograf überhaupt beim LIFE-Magazin eingestellt - entwickelte sich seine Arbeit zu einer Kombination von sekundenschnellen Eindrücken, die die menschliche Verfassung widerspiegeln. Prägend war dabei auch seine Mitgliedschaft in der angesehenen internationalen Magnum-Genossenschaft, die von einem seiner Mentoren Henri Cartier-Bresson gegründet wurde.
 
Fünfzehn Jahre lang trug Uzzle aktiv zur Entwicklung des Unternehmens bei und war 1979 und 1980 dessen Präsident. Während der sechzehn Jahre, in denen er mit Magnum verbunden war, produzierte er einige der bekanntesten Bilder, die wir von Woodstock haben (Albumcover und weltweite Reproduktion des legendären Paares, das sich im Morgengrauen umarmt), die Ermordung und Beerdigung von Martin Luther King Jr. mit unserem Verständnis für die Erfahrung kambodschanischer Kriegsflüchtlinge.
 
Sein Archiv umfasst fast sechs Jahrzehnte. Seine aktuelle Arbeit ruht tief in der fotografischen Wertschätzung der stillen, starken und eloquenten Schönheit, die er in den kleinen Städten Amerikas und seinen Menschen entdeckt. Uzzle's aktuelles Werk ist die Produktion von kunstvollen und konstruierten Reflexionen seiner Motive, viele davon afroamerikanische Bewohner in der Nähe seines Studios in North Carolina. Ihre Erfahrungsschichten verbinden sich mit Uzzles grundlegender Wertschätzung für unsichtbare Eigenschaften, die er in einem kollaborativen, interpretativen Kontext geschickt einfängt.
 
 
 
"Remains" von Jethro Waters mit Burk Uzzle
 
"Wir sind Werkzeugmacher" ist das Credo der ALPA. Die Motivation, unsere Werkzeuge zu entwerfen, zu konstruieren und herzustellen, leiten wir aus der Freude am Fotografieren ab. Wir glauben an die Kraft des Bildes und freuen uns jedes Mal über die einzigartigen Werke, die unsere Freunde und Kunden mit unseren Instrumenten schaffen.
 
Die Galerien und Portfolios auf unserer Website und den Social Media Kanälen spiegeln die Arbeit "unserer" Fotografen wider, und geben einen lebendigen Eindruck von ihrer täglichen Arbeit.
 
Leider haben wir, während wir die Ergebnisse unserer Arbeit Tag für Tag sehen, selten das Vergnügen, bei ihrer Entstehung "über die Schulter zu schauen", und Einblicke in ihr Leben, Denken und Glauben zu gewinnen.
 
Eine dieser seltenen, aber sehr intensiven Einblicke bietet der Film "Remains" von unserem Freund Jethro Waters, der Burk Uzzle in seiner fotografischen Auseinandersetzung mit einem Relikt der aktuellen politischen Kontroverse in den USA zeigt.


 

Burk Uzzle ist seit den frühen 1960er Jahren ein legendärer Fotograf. LIFE-Magazine, Magnum Photos, unzählige Publikationen, Museen und Kunstgalerien haben alle von Burks unermesslichen Talenten und Sensibilitäten hinter der Linse profitiert. Als Südstaatler, in North Carolina geboren und aufgewachsen, hat sich ein Großteil seiner Arbeit als Fotograf auf die Erforschung der südlichen Identität konzentriert. Im August 2017 stürzten Demonstranten in Durham, North Carolina, ein Bürgerkriegsdenkmal eines konföderierten Soldaten. Im August 2018 erhielt Burk die Erlaubnis, die gleiche Statue zu fotografieren. "Remains" ist ein Kommentar zur südlichen Identität im Jahr 2018 durch Burks Objektiv und durch seine eigenen Worte. Als Begleitstück zu "F/11 and Be There" (Trailer), einem Spielfilm über Burks Leben und Werk, ist "Remains" auch eine Erweiterung der primären Botschaft innerhalb dieses Films - Gleichheit.
 
Unser Urteil zu "Remains": Absolut sehenswert!
 
"Remains" markiert den Beginn einer neuen Serie unter dem Arbeitstitel "New / Old South" - wir freuen uns bereits auf weitere Ergebnisse der Arbeit mit unseren Werkzeugen. Bleiben Sie dran!

LINKS

Portfolio: Burk Uzzle
Portfolio: Social Issues
Website: Burk Uzzle Official
Photographer's page: Uzzle, Burk
Interview:The Evolved Documentarian


Remains ©Burk Uzzle

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